Workshops 2009

Auf dieser Seite finden Sie die Beschreibung der Workshops im Rahmen der Informatiktage 2009.

Die Zuordnung nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informatiktage nach der Bestätigung über die Annahme Ihrer Beiträge selbst vor. Die Anforderungen sind beschrieben. Hier geht es direkt zu den Workshops:

Capgemini sd&m: SOA Architekturmuster

Die Automatisierung von Geschäftsprozessen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen, wobei oftmals nur die funktionale Erweiterung der Systeme im Vordergrund stand. Das hat zu komplexen Netzwerken in den Anwendungslandschaften geführt. Die IT hat heute die Aufgabe, diese Komplexität zu beherrschen. Gleichzeitig muss sie immer schneller funktionale Anforderungen umsetzen. Um dies zusammenzubringen - das haben die meisten Unternehmen heute verstanden - ist SOA unter dem Dach eines unternehmensweiten Architekturmanagements der beste Ansatz. Eine der zentralen Fragestellungen hierbei ist, wie die einzelnen Komponenten am besten miteinander kommunizieren.

  • Wann sollten zwei Anwendungen Informationen auf der Datenebene, z.B. per Filetransfer, austauschen?
  • Wann ist ein Remote Procedure Call das Mittel der Wahl um zwei Anwendungen zu integrieren?
  • Wie genau tauschen die Anwendungen ihre Informationen aus?

SOA Architekturmuster beschreiben Formen der Integration von Anwendungen und definieren Rahmenbedingungen und Gegenanzeigen für deren Anwendung in konkreten Projekten. Diskutieren Sie mit uns auf Basis konkreter Architekturmuster deren Anwendung in der Praxis. Lassen sie uns gemeinsam vorhandene Architekturmuster kritisch hinterfragen. Hierbei legen wir einen besonderen Fokus auf die Anwendbarkeit dieser Architekturmuster im Umfeld von Standardsoftware, z.B. SAP.

Für eine Diskussiongrundlage werden wir eine Reihe von Architekturmustern vorstellen und laden Sie herzlich ein, diese durch Ihre Muster zu ergänzen .

Capgemini sd&m ist die Technologie-Services-Einheit der Capgemini-Gruppe in Deutschland und der Schweiz und bietet ihren Kunden ganzheitliche Prozess- sowie Softwarelösungen, die maßgeblichen Einfluss auf deren Wettbewerbsfähigkeit haben. Die Leistungen reichen von der Prozess- und IT-Beratung über IT-Architekturen bis zur Implementierung und decken sowohl Individualsoftware-Lösungen als auch Standardapplikationen ab.


Ansprechpartner: 

Johannes Willkomm, E-Mail
Prof. Dr. Alfred Zimmermann, FH Reutlingen, E-Mail

Comma Soft: Auf der Suche nach Bedienkonzepten der Zukunft

Die Microsoft-Technologien Windows Presentation Foundation (WPF) und Silverlight ermöglichen es Entwicklern und Designern, Desktop- bzw. Web-Anwendungen mit hochinnovativen GUIs zu erstellen. Saubere Konzepte und die Befreiung von oft historisch begründeten technischen Einschränkungen reduzieren nicht nur den Aufwand für die GUI-Entwicklung, sondern sind auch der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung von neuen Ideen. Nicht umsonst befinden sich beide Technologien in einem stetigen Aufwärtstrend und werden die GUIs zukünftiger Anwendungen entscheidend prägen.

Der Workshop gibt zunächst eine Einführung in die Konzepte von WPF/Silverlight und zeigt an Hand von Beispielen die Möglichkeiten dieser Technologien. Danach ist die Kreativität der Teilnehmer gefordert. In kleinen Arbeitsgruppen werden gemeinsam innovative Ansätze für die Interaktion in bekannten Use Cases entwickelt. Dabei bleibt die konkrete technische Umsetzung im Hintergrund, es geht eher um die spielerische Entwicklung neuer Ideen mit Unterstützung erfahrener Software-Entwickler.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten grundlegende Kenntnisse mit der Gestaltung von Bedienoberflächen mitbringen, Know-How im Bereich WPF/Silverlight ist nicht erforderlich.

Ansprechpartner:

Markus Pfannschmidt E-Mail

iteratec: Web 2.0 - Technologien

Web 2.0 kennt heute jeder. User Generated Content sorgt für neue Dynamik im Internet. Auch wenn man über die Inhalte geteilter Meinung sein kann, so interessieren uns als Informatiker natürlich die eingesetzten Technologien, wie z.B. AJAX oder JSF. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich die heutigen Informationssysteme in den Unternehmen unter dem Einfluss von Web 2.0 weiterentwickeln. Wie könnten zukünftig User Interfaces auf Basis dieser Technologien aussehen und welche Verbesserungen ergeben sich daraus für die Nutzer?
 

Wir laden Sie ein, diese Themen kritisch mit uns zu diskutieren.
 

iteratec entwickelt betriebliche Informationssysteme für große Anwenderunternehmen, wie z.B. Banken, Versicherungen oder Logistikunternehmen. Der größte Teil der Benutzeroberflächen wird seit Jahren mit Web-Techniken entwickelt. Wir setzen dabei auf modernste Technologien, durchdachte Architekturen und ausgereifte (Open-Source-) Frameworks.
 

Unsere Kunden kennen uns als zuverlässigen Partner, aber auch als kritischen Beobachter, der nicht gleich auf jeden Zug aufspringt. Viele Ideen der neuen Internet-Anwendungen können zu besseren User Interfaces führen. Aber was heißt hier "besser"? Bei der Entwicklung betrieblicher Informationssysteme gelten andere Regeln als für YouTube und Google Maps. Für die Anwender stehen im betrieblichen Ablauf an erster Stelle nicht audiovisuelle Effekte und Unterhaltungswert, sondern Bedienbarkeit und Kosteneffizienz.
 

Im Workshop werden wir ein reales (allerdings vereinfachtes) Fallbeispiel durchsprechen. Ausgangspunkt ist ein zunehmend veraltender Technologie-Stack für die Entwicklung von Web-User-Interfaces in einem großen Unternehmen.
 

Schritt für Schritt werden wir Anforderungen und Ideen für deren Umsetzung besprechen. Dabei geht es nicht nur um bessere Interfaces, sondern auch um die Folgen von Technologieentscheidungen wie z.B. Entwicklungsaufwände, Wartungskosten oder die damit verbundenen Risiken.
 

Dabei betrachten wir typische Entscheidungskriterien wie die technologische Reife, den Produktsupport oder den Support einer Open Source Community. Ebenfalls relevant sind der Stand der Normierung oder Referenzerfahrungen in Projekten vergleichbarer Größe. Soweit die Zeit es zulässt, gehen wir auch auf technische Fallstricke und Überraschungen ein, die uns bei der Entwicklung tatsächlich begegnet sind.
 

Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist eine Roadmap mit konkreten Maßnahmen, wie man in einem solchen Fall unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen zu einem Stack mit adäquaten, neuen Technologien kommt.
 

Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es nicht. Es hilft allerdings, wenn Sie technische Grundkenntnisse in der Java-Web-Entwicklung (Java EE, HTML, CSS, JSP, Struts, JSF, Facelets, JavaScript, AJAX, ...) haben.


Kontakt und Leitung:
Wolfgang Frech, E-Mail
 Prof. Dr. Friedberg Kaspar; Hochschule Furtwangen, E-Mail

 

Nach oben

IVU Traffic Technologies: Planen / Optimieren / Steuern

In diesem Workshop geht es um anspruchsvolle Informatikthemen auf dem Gebiet Verkehr und Logistik.

Wir alle freuen uns, wenn der Bus pünktlich kommt. Aber was muss ein Verkehrsunternehmen bei der Planung beachten, um zu einem guten Fahrplan zu kommen? Was heißt überhaupt „gut“ und braucht man noch mehr als einen Fahrplan? Die Planungsaufgaben im öffentlichen Nahverkehr sind äußerst vielfältig und bergen enormes Optimierungspotenzial. Viele dieser Aufgaben sind nur mit modernsten Algorithmen lösbar. Bei der IVU entwickeln wir die nötige Software, um zu einer „guten“ Planung zu gelangen - sowohl aus der wirtschaftlichen Sicht des Verkehrsunternehmens als auch aus Sicht des Fahrgastes. Für ein genaueres Verständnis werden wir im Workshop das Datenmodell eines Verkehrsbetriebes erarbeiten. An Beispielen werden wir die Planungsschritte von der Erstellung eines Fahrplans bis zur Dienstreihenfolge durchgehen. Dabei wollen wir Möglichkeiten der Optimierung ausfindig machen und den mathematischen Hintergrund beleuchten.

Der beste Plan ist nicht viel wert, wenn man nicht den täglichen Betrieb in Echtzeit unter Kontrolle hat. Wir zeigen Ihnen die grafische Oberfläche eines typischen Leitstandes und diskutieren mit Ihnen über Ergonomie. Abhängig von Ihren Kenntnissen wägen wir auch die Vor- und Nachteile verschiedener Funkverfahren gegeneinander ab, über die 'intelligente' Bordrechner mit der Leitstelle kommunizieren. Spannend wird es im Störfall. Was muss Software leisten, wenn Verzögerungen entstehen, Unfälle eintreten? Wie vermeidet man, dass eine Flut von Alarmmeldungen den Disponenten überfordert?

Da kommt die Linie 1. Ganz selbstverständlich steigen die Fahrgäste in den Bus mit der richtigen Linienanzeige, kaufen einen Fahrschein und werden mittels Ansagen und Anzeigen über die nächsten Haltestellen informiert. Wie ermittelt der Bus-Bordrechner seine geografische Position, wie kommuniziert er mit der Leitstelle? Welche Anzeigen und Ansagen brauchen Fahrgäste, und wann? Sogar für den Ticketpreis kann die Fahrzeugposition eine Rolle spielen, oder? Im Workshop werden zunächst die Anforderungen an einen Busbetrieb gesammelt. Es folgt die Analyse: Welche Informationen werden gebraucht und gesammelt, wie können diese verteilt werden. Ziel ist es, verschiedene Methoden der Datenverteilung zu erarbeiten und zu diskutieren. Beiträge zum Workshop können Bezug auf folgende Themen nehmen, müssen sich jedoch nicht darauf beschränken:

  • Datenmodellierung / Datenbankdesign
  • grafische Oberflächen mit Bezug zu Zeitachsen ("Balkendiagramme") oder Geographie (GIS)
  • Heuristiken und Optimierungsverfahren, Operations Research
  • Echtzeitsysteme / Funkverfahren / Kommunikationsprotokolle
  • Logistik (Gütertransport, Personentransport, Entsorgungswirtschaft) 

 

Kontakt/Leitung:

Michaela Kreß 

E-Mail

 

 

Nach oben

Microsoft: Entwicklung von Spielen mit XNA

 

Als Privatanwender eigene Spiele für eine aktuelle Spielkonsole entwickeln? Ist das denkbar?

Durch das im Jahr 2006 erstmals veröffentlichte XNA-Framework der Firma Microsoft ist genau das zum ersten mal möglich. Mit dem XNA-Framework können Computerspiele parallel für die Microsoft Windows Plattformen, die Spielkonsole Xbox 360 von Microsoft sowie den portablen Mediaplayer Zune (ebenfalls Microsoft) entwickelt werden. Spezielle Entwicklerversionen dieser Geräte sind dafür nicht notwendig. Das XNA-Framework verwendet bestehende Technologien wie die DirectX-Schnittstelle und das .NET-Framework.

Durch das plattformunabhängige Konzept des .NET-Frameworks können XNA-Anwendungen auf allen drei Hardware-Plattformen ausgeführt werden. Das XNA-Framework nimmt dem Entwickler immer wiederkehrende Aufgaben der Spieleentwicklung ab und bietet eine Vielzahl von Funktionen zur Entwicklung von Computerspielen. Dazu gehören die grafische Ausgabe, die Wiedergabe von Audio-Dateien, das Abfragen von Eingabegeräten, Durchführung von mathematische Operationen, etc. . Durch das XNA-Framework wird der Einstieg in die Entwicklung von Computerspielen erleichtert und auch ohne Kenntnisse von Grafikprogrammierung möglich.

Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer ein einfaches 2D-Computerspiel entwickeln. Zu den Aufgaben der Teilnehmer gehören die Programmierung der grafischen Ausgabe, das Anzeigen einer GUI, das Abfragen der Eingabegeräte (Tastatur und Xbox-Controller) sowie die Wiedergabe von Audio-Dateien. Kenntnisse von objektorientierter Programmierung (z.B. in Java) sollten vorhanden sein. .NET/C# Kenntnisse sind von Vorteil.

Kontakt:

Dr. Jürgen Wirtgen, Microsoft, E-Mail
Ingo Köster, freier Berater, E-Mail

ppi: Schnittstellendesign - Sprachen, Formate, Protokolle

Große Anwendungssysteme sind heutzutage häufig verteilte Systeme. Verteilte Geschäftsprozesse und organisationsübergreifende Kooperationen erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Systeme und den intensiven Datenaustausch. Das richtige Design von Schnittstellen besitzt daher eine zentrale Bedeutung für die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit vieler moderner Informatiksysteme.

Ein typisches Beispiel ist der Zahlungsverkehr. Unterschiedliche Geschäftsmodelle und Kundengruppen erfordern eine Vielfalt an Zugangswegen und Anwendungen – vom Mobile Banking bis zum Massenzahlungsverkehr von Versandhäusern.  Die Anforderungen der Kunden an Funktion und Ergonomie sind ebenso hoch wie die der Banken an Robustheit und kostengünstige Verarbeitung. Die zentrale Bedeutung der Sicherheit ist offensichtlich. Man findet langjährig bewährte, von allen Marktteilnehmern akzeptierte Standards – die in der Praxis in einer bunten Vielfalt von Dialekten und Varianten implementiert sind. Ebenso findet man technologisch neueste Standards, die jedoch ihre Akzeptanz und Implementierung in der Fläche erst noch erreichen müssen. Eine aktuelle Herausforderung ist die zunehmende Globalisierung des Zahlungsverkehrs ( Stichwort einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum SEPA) mit der Notwendigkeit, internationale Schnittstellenstandards zu definieren und zu implementieren.

Der Workshop wird sich mit den Problemen des Schnittstellendesigns an Beispielen des Zahlungsverkehrs beschäftigen. In einer Fallstudie werden die Teilnehmer sich mit Fragestellungen aus diesem Anwendungsbereich beschäftigen und verschiedene Lösungsansätze diskutieren. Typische Probleme werden dargestellt und an praktischen Beispielen erläutert.

Voraussetzungen: Interesse am Thema und Bereitschaft zu aktiver, engagierter Mitarbeit. Grundkenntnisse in XML sollten vorhanden sein. Hilfreich sind Kenntnisse in Datenmodellierung und Anwendungsentwicklung. Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmer über ein Bankkonto verfügen und einfache Geschäftsvorfälle wie Überweisungen, Lastschriften und Umsatzabfragen aus eigener Erfahrung kennen.

Leitung:

Hartmut Herde (PPI AG); E-Mail
Prof. Dr. Jens Lüssem (FH Kiel) , E-Mail
Dr. Wolfgang Ripken (PPI AG); E-Mail

Nach oben