Workshops 2010

Workshops 2010

Auf dieser Seite finden Sie die Beschreibung der sechs Workshops im Rahmen der Informatiktage 2010.

Die Zuordnung nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informatiktage nach der Bestätigung über die Annahme Ihrer Beiträge selbst vor. Die Anforderungen sind beschrieben. Hier geht es direkt zu den Workshops:

Der Einsatz von IT zur Unterstützung von Geschäftsprozessen und zur Kommunikation mit externen Partnern (z.B. Kunden und Zulieferer) ist in heutigen Organisationen der Normalfall. Die dabei zum Einsatz kommenden (heterogenen) Softwarelösungen sollen idealerweise im Verbund zusammenarbeiten, um vernetzte und datenintensive Geschäftsprozesse möglichst zielgerichtet und optimal unterstützen zu können. Jedoch lassen sich in der Realität eine Vielzahl an Problemen feststellen – speziell auch im Bereich der IT- Sicherheit. Insbesondere fehlende Sicherheitsmaßnahmen, schlechte Berechtigungs- und Rollenmodelle und rechtliche Aspekte sind Themen (Stichwort Compliance), denen sich Organisationen annehmen müssen, um im täglichen Wettbewerb handlungs- und leistungsfähig zu bleiben. Durch die wachsende Anzahl an möglichen Gefahrenpotentialen, gewinnt die Ausbildung eines integrierten IT-Sicherheitsmanagements an wachsender Bedeutung. Neben technischen Fragestellungen sind es primär organisatorische Aspekte, mit denen sich das Sicherheitsmanagement in einer Organisation beschäftigt. Ebenso spielen betriebswirtschaftliche Fragestellungen eine zunehmend wichtigere Rolle, wenn es um die Planung und den Einsatz von Ressourcen geht – speziell auch deswegen, da Sicherheitsbelange immer noch als reine Kosten von Entscheidungsträgern (z.B. dem Management) betrachtet werden.

Über den Workshop:

Im Zentrum dieses Workshops steht die Bearbeitung eines Fallbeispiels aus dem Bereich der Einführung eines Systems zur ganzheitlichen Sicherung von Informationen in einem Unternehmen. Diese Fallbeispiel wollen wir mit Ihnen Schritt für Schritt diskutieren und bearbeiten, wobei folgenden Fragestellungen im Vordergrund stehen: Welche Informationen gilt es in einem Unternehmen zu schützen und wie lassen sich diese identifizieren? Wie können mögliche Risiken modelliert und bewertet werden, um adäquate Anforderungen für die nötigen Sicherheitssysteme abzuleiten? Wie müssen sichere IT Infrastrukturen aufgebaut sein, um einen ganzheitlichen Schutz, von der Erstellung bis zur Vernichtung von Informationen, zu gewährleisten? Welche Technologien kann man einsetzen, um einen adäquaten Schutz in verschiedenen Sicherheitsdomänen zu erreichen und ein angemessenes Verhältnis zwischen Anwendbarkeit/Benutzbarkeit und Sicherheit zu schaffen? Wie müssen die relevanten Prozesse (z.B. organisatorisch, technisch) im Unternehmen modelliert werden und was gibt es hier bei der Projektplanung zu beachten? Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die Diskussion im Rahmen dieses Workshops.

Über die Sirrix AG:

Die Sirrix AG ist ein Spin-Off Unternehmen der Universität des Saarlandes/DFKI und wurde von Mitarbeitern der Arbeitsgruppen für Kryptographie, Sicherheit, Deduktions- und Multiagentensysteme im Jahr 2000 gegründet. Die Hauptgeschäftsfelder der Sirrix AG liegen in der Sicherheitsberatung und Konzeption und Entwicklung von Sicherheitslösungen für IT Infrastrukturen, mit dem Kernziel, aktuellste Sicherheits- und Kryptographie-Technologie in Highend Produkten zur Verfügung zu stellen. Voraussetzungen: Für die Teilnahme an diesem Workshop sollten, neben Interesse und Motivation zur Mitarbeit an diesem Thema, Grundkenntnisse im Bereich der Modellierung von Informationssystemen und der IT-Sicherheit vorhanden sein. Hilfreich sind auch Kenntnisse im Bereich Projektmanagement.

Kontakt und Leitung:

Ammar Alkasar (Vorstand Sirrix AG)
Denis Royer (Sirrix AG), E-Mail

Große Anwendungssysteme sind heutzutage häufig verteilte Systeme. Verteilte Geschäftsprozesse und organisationsübergreifende Kooperationen erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Systeme und den intensiven Datenaustausch. Das richtige Design von Schnittstellen besitzt daher eine zentrale Bedeutung für die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit vieler moderner Informatiksysteme.

Ein typisches Beispiel ist der Zahlungsverkehr. Unterschiedliche Geschäftsmodelle und Kundengruppen erfordern eine Vielfalt an Zugangswegen und Anwendungen – vom Mobile Banking bis zum Massenzahlungsverkehr von Versandhäusern.  Die Anforderungen der Kunden an Funktion und Ergonomie sind ebenso hoch wie die der Banken an Robustheit und kostengünstige Verarbeitung. Die zentrale Bedeutung der Sicherheit ist offensichtlich. Man findet langjährig bewährte, von allen Marktteilnehmern akzeptierte Standards – die in der Praxis in einer bunten Vielfalt von Dialekten und Varianten implementiert sind. Ebenso findet man technologisch neueste Standards, die jedoch ihre Akzeptanz und Implementierung in der Fläche erst noch erreichen müssen. Eine aktuelle Herausforderung ist die zunehmende Globalisierung des Zahlungsverkehrs ( Stichwort einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum SEPA) mit der Notwendigkeit, internationale Schnittstellenstandards zu definieren und zu implementieren.

Der Workshop wird sich mit den Problemen des Schnittstellendesigns an Beispielen des Zahlungsverkehrs beschäftigen. In einer Fallstudie werden die Teilnehmer sich mit Fragestellungen aus diesem Anwendungsbereich beschäftigen und verschiedene Lösungsansätze diskutieren. Typische Probleme werden dargestellt und an praktischen Beispielen erläutert.

Voraussetzungen: Interesse am Thema und Bereitschaft zu aktiver, engagierter Mitarbeit. Grundkenntnisse in XML sollten vorhanden sein. Hilfreich sind Kenntnisse in Datenmodellierung und Anwendungsentwicklung. Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmer über ein Bankkonto verfügen und einfache Geschäftsvorfälle wie Überweisungen, Lastschriften und Umsatzabfragen aus eigener Erfahrung kennen.

Leitung:

Hartmut Herde (PPI AG); E-Mail
Dr. Christian Friberg

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Einleitung

Die Java Enterprise Edition (JEE) ist vor zehn Jahren entstanden und zwischenzeitlich durch eine schwergewichtige Phase gegangen. Spätestens jedoch seit der Enterprise Edition 5 liegt der Fokus auf Leichtigkeit. Damit wird der Programmierprozess bis zum Produkt deutlich effizienter. Insbesondere bei der Programmierung von Individualsoftware ist der Programmierprozess der größte Kostenfaktor. Durch die Effizienzsteigerung von Java EE 6 bleiben die Entstehungskosten auf einem „vernünftigen“ Level. Der Java EE 6 Standard hat einen besonders hohen Wert, weil er im Java Community Process (JCP) erarbeitet wurde. Der Java Community Process ist ein Verfahren an dem neben der Firma Sun weitere Firmen wie IBM, Oracle und andere mitwirken. Durch die perspektivischen Überlegungen der Marktführer, die in die neue Enterprise Edition integriert wurden, bietet Java EE 6 eine enorme Zukunftssicherheit. Die Micromata lädt Sie zu einem Live-Programmier-Workshop „mit viel Code und wenig Slides“ mit dem Java Champion Adam Bien ein. In diesem Workshop steht die Metaprogrammierung im Vordergrund: mit wenig Lines of Code ein großes Resultat erstellen.

Workshopbeschreibung

Der Workshop gibt zunächst eine Einführung beispielsweise in die Bereiche Convention oder Configuration, Grundlagen ORM und Dependency Injection sowie ggf. Transaktionen, Remoting, REST, WebServices. Anschließend programmiert der Java Champion Adam Bien Schritt für Schritt eine kleine Anwendung bzw. eine kleine Weboberfläche mit Erklärung. Die Teilnehmer sollen die Anwendung in diesem Workshop mitentwickeln. Wer an diesem Workshop aktiv teilnehmen möchte, sollte Grundkenntnisse in Java 5 besitzen und seinen Laptop mitbringen.

Was ist das Java Champions Projekt?

Java Champions sind eine exklusive Gruppe von engagierten Java-Technologie-Führern, die von der Java-Community für das von Oracle gesponserte Java-Projekt nominiert und ausgewählt werden. Java Champions haben die Möglichkeit, Oracle bei der Erweiterung der Java-Plattform durch Feedback und Ideen zu unterstützen. Dieser Austausch findet als technische Diskussion und/oder Netzwerk bildende Aktivität mit Oracles Java-Entwicklungsprogramm und Entwicklerteams statt.

Vorstellung Micromata GmbH

Die Micromata GmbH entwickelt seit 1996 passgenaue Softwarelösungen für große Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Automotive, Medizintechnik, Energie und Rohstoffgewinnung. Zu den langjährigen Kunden des Unternehmens zählen u. a. die DAX-30 Unternehmen Deutsche Post DHL, Volkswagen, K+S, E.ON, WINGAS und Wintershall sowie B.Braun Melsungen. Die Micromata beschäftigt über 70 Mitarbeiter und führt seit 2008 neben dem Hauptsitz in Kassel auch eine Niederlassung in Bonn. 2010 wurde das Unternehmen für seine beispielhafte Personalarbeit mit dem TOP-JOB-Gütesiegel ausgezeichnet.

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Web 2.0 kennt heute jeder. User Generated Content sorgt für neue Dynamik im Internet. Auch wenn man über die Inhalte geteilter Meinung sein kann, so interessieren uns als Informatiker natürlich die eingesetzten Technologien, wie z.B. AJAX oder JSF. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich die heutigen Informationssysteme in den Unternehmen unter dem Einfluss von Web 2.0 weiterentwickeln. Wie könnten zukünftig User Interfaces auf Basis dieser Technologien aussehen und welche Verbesserungen ergeben sich daraus für die Nutzer?

Wir laden Sie ein, diese Themen kritisch mit uns zu diskutieren.

iteratec entwickelt betriebliche Informationssysteme für große Anwenderunternehmen, wie z.B. Banken, Versicherungen oder Logistikunternehmen. Der größte Teil der Benutzeroberflächen wird seit Jahren mit Web-Techniken entwickelt. Wir setzen dabei auf modernste Technologien, durchdachte Architekturen und ausgereifte (Open-Source-) Frameworks.

Unsere Kunden kennen uns als zuverlässigen Partner, aber auch als kritischen Beobachter, der nicht gleich auf jeden Zug aufspringt. Viele Ideen der neuen Internet-Anwendungen können zu besseren User Interfaces führen. Aber was heißt hier "besser"? Bei der Entwicklung betrieblicher Informationssysteme gelten andere Regeln als für YouTube und Google Maps. Für die Anwender stehen im betrieblichen Ablauf an erster Stelle nicht audiovisuelle Effekte und Unterhaltungswert, sondern Bedienbarkeit und Kosteneffizienz.

Im Workshop werden wir ein reales (allerdings vereinfachtes) Fallbeispiel durchsprechen. Ausgangspunkt ist ein zunehmend veraltender Technologie-Stack für die Entwicklung von Web-User-Interfaces in einem großen Unternehmen.

Schritt für Schritt werden wir Anforderungen und Ideen für deren Umsetzung besprechen. Dabei geht es nicht nur um bessere Interfaces, sondern auch um die Folgen von Technologieentscheidungen wie z.B. Entwicklungsaufwände, Wartungskosten oder die damit verbundenen Risiken.

Dabei betrachten wir typische Entscheidungskriterien wie die technologische Reife, den Produktsupport oder den Support einer Open Source Community. Ebenfalls relevant sind der Stand der Normierung oder Referenzerfahrungen in Projekten vergleichbarer Größe. Soweit die Zeit es zulässt, gehen wir auch auf technische Fallstricke und Überraschungen ein, die uns bei der Entwicklung tatsächlich begegnet sind.

Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist eine Roadmap mit konkreten Maßnahmen, wie man in einem solchen Fall unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen zu einem Stack mit adäquaten, neuen Technologien kommt.

Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es nicht. Es hilft allerdings, wenn Sie technische Grundkenntnisse in der Java-Web-Entwicklung (Java EE, HTML, CSS, JSP, Struts, JSF, Facelets, JavaScript, AJAX, ...) haben.

Kontakt und Leitung:
Wolfgang Frech, E-Mail

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Einkaufen soll ein Erlebnis sein! Das ist insbesondere in der heutigen Zeit, in der zunehmend im Internet eingekauft wird, ein wichtiges Ziel für das klassische Ladenlokal. Die Deutsche Telekom stellt sich mit ihren Shops dieser Herausforderung. Wir wollen unsere Kunden über neue Service- und Informationskonzepte begeistern. Neue Shopkonzepte bedeuten auch neue Software und neue Hardware (z.B. große Touchscreens, die ähnlich wie das iPhone bedient werden).

Wir stellen Ihnen Beispiele für neue Shopkonzepte vor und möchten mit Ihnen im Rahmen des Workshops neue Ideen erarbeiten. Folgende Fragestellungen möchten wir dabei mit Ihnen betrachten:

  • Wo können klassische Beratungs- und Serviceansätze durch neue Technologien oder neue Abläufe interaktiver und besser werden?
  • Welche Art von Software oder welche Trends eignen sich für den Einsatz in einem Shop? • Wie sieht für Sie das Einkaufserlebnis der Zukunft aus?
  • Was wären für Sie Gründe, ganz bewusst einen Shop zu besuchen?
  • Was fehlt denn heutzutage in einem Shop?
  • Wie können wir den Kunden und seinen Bedarf ins Zentrum rücken (User Centred Design)?

Auf ihre Ideen und Ansätze zu unseren Fragestellungen sind wir gespannt. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen kreativ in den Dialog zu kommen.

Ansprechpartner: Tim Gugel, Markus Isenhöfer, E-Mail

Die Automatisierung von Geschäftsprozessen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen, wobei oftmals nur die funktionale Erweiterung der Systeme im Vordergrund stand. Das hat zu komplexen Netzwerken in den Anwendungslandschaften geführt. Die IT hat heute die Aufgabe, diese Komplexität zu beherrschen. Gleichzeitig muss sie immer schneller funktionale Anforderungen umsetzen. Um dies zusammenzubringen - das haben die meisten Unternehmen heute verstanden - ist SOA unter dem Dach eines unternehmensweiten Architekturmanagements der beste Ansatz. Eine der zentralen Fragestellungen hierbei ist, wie die einzelnen Komponenten am besten miteinander kommunizieren.

  • Wann sollten zwei Anwendungen Informationen auf der Datenebene, z.B. per Filetransfer, austauschen?
  • Wann ist ein Remote Procedure Call das Mittel der Wahl um zwei Anwendungen zu integrieren?
  • Wie genau tauschen die Anwendungen ihre Informationen aus?

SOA Architekturmuster beschreiben Formen der Integration von Anwendungen und definieren Rahmenbedingungen und Gegenanzeigen für deren Anwendung in konkreten Projekten. Diskutieren Sie mit uns auf Basis konkreter Architekturmuster deren Anwendung in der Praxis. Lassen sie uns gemeinsam vorhandene Architekturmuster kritisch hinterfragen. Hierbei legen wir einen besonderen Fokus auf die Anwendbarkeit dieser Architekturmuster im Umfeld von Standardsoftware, z.B. SAP.

Für eine Diskussiongrundlage werden wir eine Reihe von Architekturmustern vorstellen und laden Sie herzlich ein, diese durch Ihre Muster zu ergänzen .

Capgemini sd&m ist die Technologie-Services-Einheit der Capgemini-Gruppe in Deutschland und der Schweiz und bietet ihren Kunden ganzheitliche Prozess- sowie Softwarelösungen, die maßgeblichen Einfluss auf deren Wettbewerbsfähigkeit haben. Die Leistungen reichen von der Prozess- und IT-Beratung über IT-Architekturen bis zur Implementierung und decken sowohl Individualsoftware-Lösungen als auch Standardapplikationen ab.


Ansprechpartner: 

Johannes Willkomm, E-Mail
Prof. Dr. Alfred Zimmermann, FH Reutlingen, E-Mail

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