Rückblick auf die Informatiktage 2012

Im Fokus: Mobile Lösungen und eingebettete Systeme

Insgesamt 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nach Bonn gekommen, um das dichte Programm der zweitägigen Veranstaltung zu absolvieren. Die Studierenden präsentierten ihre Arbeiten, mit denen sie sich zu den Informatiktagen qualifiziert hatten, in den Postersessions und im Wissenschaftsworkshop und nahmen an den Workshops der beteiligten IT-Unternehmen teil. Nicht umsonst betrachtet die GI ihre Nachwuchsveranstaltung als Leistungschau der deutschen Informatik, zeigten schon bereits die eingereichten Arbeiten, dass die Hochschulen für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet sind:

"Das "Internet der Dinge" respektive Cyber-Physical-Systems waren das Leitthema der diesjährigen Informatiktage, auf denen die GI Studierenden eine Bühne bietet, ihre fachlichen Ideen und Projekte mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu diskutieren.

Franz Josef Rammig vom Heinz Nixdorf Institut an der Uni Paderborn versuchte, diese etwas sperrig klingenden Begriffe in seinem Hauptvortrag ein wenig einzugrenzen. Gemeint damit sei letztlich das Zusammenwachsen softwaregeprägter eingebetteter Systeme mit global verfügbaren Kommunikationsnetzen und IT-Ressourcen in Form selbststeuernder Strukturen in der Logistik, in der Verkehrssteuerung et cetera.

So mancher Experte sieht in dieser Entwicklung bereits den Vorboten der vierten industriellen Revolution, auf die sich die Wirtschaft weltweit zubewegt. GI-Präsident Oliver Günther etwa, seit diesem Jahr auch Präsident der Universität Potsdam, erkennt gerade in diesem disziplinübergreifenden Aufgabengebiet eine große Chance für die hiesige Informatik, sich weltweit an führender Position zu platzieren.

Gleichzeitig warb er zum Auftakt der Veranstaltung dafür, über die Fokussierung auf klausurrelevante Studieninhalte nicht die Projekt- und Teamarbeit zu vernachlässigen. Für den GI-Präsidenten machen die fachlichen Kenntnisse und Kompetenzen, insbesondere wenn sie durch das Ausrichten auf Klausuren geprägt sind, nur eine Seite der Anforderungen an einen Informatiker aus. Mindestens ebenso wichtig seien die im Rahmen von Projekten erlernten "weichen" Zusatzqualifikationen wie Teamarbeit, um im Beruf überhaupt erfolgreich arbeiten zu können." (Achim Born/IX)

Ergebnisse der Endrunde des 7. Studierendenwettbewerbs, die im Rahmen der Informatiktage mit den Präsentationen der besten Lösungen abgeschlossen wurde, finden sie hier.

Die Bildergalerie 2012.

 

Informatiktage 2012: Industrie 4.0 - Erwartungen richten sich auch an die Hochschulausbildung

Viele Erwartungen sind mit dem Schlüsselbegriff Industrie 4.0 verbunden. Das Internet der Dinge geistert ja bereits seit einigen Jahren durch die Forschungslandschaft, aber ohne dass damit wirklich überzeugende Geschäftsideen verbunden gewesen wären. Erst mit dem Siegeszug des Smartphones und der Weiterentwicklung der Cyber-Physical-Systems ist auch die Erwartungshaltung der Industrie eine Andere geworden: Ja, man kann damit Geld verdienen, so auch die Einschätzung von Phlipp Seuring, Capgemini, der die Diskussion auch mit einigen Anwendungsbeispielen, etwa aus der Automobilbranche, bereichern konnte. Otthein Herzog, Logistikspezialist der Uni Bremen, hob hervor, dass es bereits eine Fülle von Anwendungen gibt, die mit RFID in Verbindung stehen. Der vielzitierte Chip in der Banane könnte schon bald Realität werden, gleichwohl hat es der Kühlschrank bis heute noch nicht geschaftt, das Bier selbständig nachzubestellen, wenn ein Mangel festgestellt wurde.

Eine Talk-Show soll ja auch unterhalten, noch besser wird sie, wenn es dabei gelingt, auch Botschaften zu verbreiten. So gelang es schließlich Stefan Kowalewski den Bogen von der Banane zur Informatikausbildung zu schlagen: Wieviel Interdisziplinarität ist nötig, um die Anwendungsfälle, zum Beispiel aus der Medizin, in Informatikprodukte umzusetzen? Die Frage war an die anwesenden Studierenden gerichtet, ihre Anworten durchaus unterschiedlich. Die anwesenden Hochschullehrer verwiesen dabei auf die Bedeutung einer soliden Grundausbildung in der Kerninformatik. Verfolgen Sie die Diskussion im Audiostream.

 

Informatiktage 2012 - Exzellenz in Wissenschaft und Praxis

Zum 12. Mal führt die GI ihre Nachwuchsveranstaltung, die Informatiktage, am 23./24. März 2012 durch. Das Konzept der Veranstaltung hat immer wieder Veränderungen erfahren, aber seit die Veranstalltung im B-IT Center in Bonn stattfindet, sind die bewährten Programmteile unverändert: Den Teilnehmenden werden Vorträge, die Postersession sowie Programmteile geboten, die auf die Employability gerichtet sind. Zentraler Programmteil sind aber die Workshops, die von Unternehmen aus der IT-Wirtschaft für die Studierenden entwickelt und durchgeführt werden.

Nicht verändert hat sich das Auswahlverfahren:  Die ca. 100 Studierenden werden über das Hochschulnetzwerk der GI bundesweit für den Besuch dieser Veranstaltung ausgesucht und mit dem Besuch in Bonn belohnt. Beachten Sie die Aufrufe an Ihrer Hochschule mit Beginn des WS 2011/2012.

Teilnahmebedingungen

  • Teilnahmeberechtigt sind studierende GI-Mitglieder (Bachelor, Diplom- oder Masterstudiengang) sowie Absolventinnen und Absolventen. Die Abschlussarbeit (auch Bachelor) darf bei Einreichung nicht länger als ein halbes Jahr zurückliegen.
  • Studierende bewerben sich mit dem Abstract einer Studienarbeit, eines Studienprojektes oder der Abschlussarbeit für die Teilnahme. Die Einreichung setzt die Zustimmung eine/r/s Hochschullehrer/in/s voraus, im Idealfall eine/r/s Vertrauensdozent/in/en. Das Abstract hat einen Umfang von max. vier Seiten (3 Seiten + 1 Seite Literaturangaben). Die Abstracts müssen einem der GI-Fachbereiche zugeordnet sein. Das Abstract wird im Tagungsband veröffentlicht. Benutzen Sie deshalb frühzeitig die Formatvorlagen.
  • Jede Teilnehmerin und Teilnehmer erstellt ein Poster mit den Hauptaussagen ihrer/seiner Arbeit. Die Poster werden präsentiert und diskutiert.
  • Für Studierende werden ausgesuchte Vorträge, Networking und Erfahrungsaustausch in exklusiver Atmosphäre geboten. Studierende können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten aktiv im Dialog mit ausgesuchten Firmen zeigen und Techniken erlernen, die im Studium eher selten trainiert werden. Die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops ist verpflichtend.

Kontakt und Einreichung der Beiträge

Beiträge werden entweder von den Vertrauensdozentinnen und –dozenten oder von den Studierenden selbst, aber in Absprache mit der Vertrauensdozentin oder –dozenten eingereicht. Falls an der Hochschule kein/e Vertrauensdozentin oder –dozent vorhanden ist, wenden sich Studierende bitte direkt an den Ansprechpartner. Einreichungen ebenfalls an diese Adresse:

Ludger Porada, E-Mail

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Aufruf zur Teilnahme

Für Hochschullehrerinnen und -Lehrer: Jede Hochschule, die sich an den Informatiktagen beteiligt, profitiert mehrfach von unserer Nachwuchsveranstaltung.
 

Wie, erfahren Sie hier: Aufruf-Hochschulen (pdf)
 

Für Studierende: Der Call for Papers (pdf)

 

 

Plakate im DIN A 1 zur Bekanntmachung der Informatiktage in den Hochschulen. Bestellungen per E-Mail.

 

 

 

 

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Zeitplan und Ort

Oktober/November 2011
Aufruf zur Teilnahme und Call for Papers

15. Januar 2012
Deadline für die Einreichung der Beiträge

25. Februar 2012
Benachrichtigung über Annahme oder Ablehnung der Beiträge und Zuordnung zu den Workshops

07. März 2012
Abgabe des druckfertigen Beitrags für den Tagungsband
 

23. und 24. März 2012
Informatiktage in Bonn
 

Die Veranstaltung wird im Bonn-Aachen International Center for Information Technology stattfinden.

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Tagungsband

Angenommene Beiträge erscheinen in einem Tagungsband.  Die Publikation wird in der GI-eigenen LNI-Reihe unter "seminars" veröffentlicht.
 

Für die Veröffentlichung im Tagungsband verwenden Sie bitte eine der folgenden Formatvorlagen:

für die pdf-Erstellung

für LaTex

für Word


Bitte bei  Der Verwendung von Bildern und Grafiken berücksichtigen, dass  nur in s/w  gedruckt wird. Der Einfachheit wegen sollten Sie die Vorlagen bereits für die Einreichungen verwenden (ist aber nicht verpflichtend).

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Anreise und Übernachtung

Die Anreise nach Bonn sowie eine bzw. zwei Übernachtungen sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.

Zur Abrechnung der Reisekosten bitte dieses Formular verwenden, Fahrkarten im Original mitsenden.

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Veranstaltungspartner

Medienpartner

Workshop-Partner

Der Veranstaltungsort

B-IT Center

Talk Show: Industrie 4.0 und das Internet der Dinge

Wolfgang Back vom Computer Club 2 moderierte die Talk Show auf den Informatiktagen 2012.

Talkshow 2012 - Audiomitschnitt