Talkshow 2011 - Audiomitschnitt

Die Talkshow

Wolfgang Back und Ulrich Kelber

Im Dilemma zwischen Informationsfreiheit und Schutz der Information - Hauptthema der Informatiktage 2011

"Privatsphäre ist sowas von Eighties". Mit diesem Zitat der Günderin der Webplattform "Spackeria" ließ Prof. Dr. Klaus Brunnstein, Hauptredner der Informatiktage 2011 am 25./26. März, sein Publikum aufhorchen. Wikileaks, Facebook und andere ähnliche Internetseiten begründen die völlige Informationsfreiheit und das Ende der Privatheit. Die Diskussion über dieses Dilemma war der Gegenstand seines Vortrages "Perspektiven der Digitalen Kommunikationskultur zwischen Offenheit und Informationsschutz" vor etwa 140 Zuhörerinnen und Zuhörern. Mit Blick auf die rund 100 Studierenden der Informatik warnt Brunnstein vor dem allzu arglosen Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln, die mit ernstzunehmenden Gefahren für das konkurrierende Recht auf informationelle Selbstbestimmung verbunden sind. 

Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

Der Vortag war gewissermaßen die Einstimmung auf ein weiteres Highlight der Informatiktage 2011: Die Talkshow des Computer Clubs 2 zum Thema "Wikileaks und die Folgen". Einen ausführlichen Bericht hierzu finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten.

Aber die vom Hochschulnetzwerk der GI ausgewälten Studierenden waren nicht nur zum Zuhören gekommen, sie waren auch eingeladen, ihre wissenschaftlichen Arbeiten bei Posterflash, Postersession und im Absolventenworkshop zu präsentieren und zu diskutieren. Aber es ging nicht nur um Wissenschaft, auch um die Anwendung des Erlernten. Dafür boten die Firmen telekom, PPI Ag, msg-systems, iteratec und Capgemini Workshops, in denen durch Fallbeispiele ganz praktische Probleme des Arbeitslebens der IT gezeigt wurden. 

Trotz der Dichte des zweitägigen Programms gab es noch ausreichend Gelegenheit im Gespräch mit Studierenden anderer Hochschulen und Fachgebiete, mit Hochschullehrern sowie den Vertretern der genannten Unternehmen Erfahrungen und Standpunkte auszutauschen.

In diesem Jahr beteiligten sich 23 Hochschulen mit ihren Studierenden an der Veranstaltung. Vizepräsident Prof. Dr. Ernst Denert hob insbesondere die starke Beteiligung der Hochschulen Darmstadt, Reutlingen und der RWTH Aachen hervor.

Professor Denert hatte ebenfalls die dankbare Aufgabe, die Preisverleihung des informatiCups 2011 vorzunehmen, die im feierlichen Rahmen der Veranstaltung am Abend stattfand. Die Wettkampfpräsentationen wurden am vormittag gezeigt. Mehr dazu hier.

Eine Fotogalerie wird in Kürze hier zu finden sein.

 

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Plakate im DIN A 1 zur Bekanntmachung der Informatiktage in den Hochschulen. Bestellungen per E-Mail.

 

 

 

 

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Talkshow bei den Informatiktagen: Wikileaks und die Folgen

Eines der Higlights der diesjährigen Informatiktage war eine Talkshow zum Thema "Wikileaks und die Folgen", eigentlich ein Aufhänger für eine ganze Reihe von weiteren Themen, die sich um die Zukunft der Informationsgesellschaft und dem Internet ranken. Die eigentlich spannendere Frage, ob Privatheit und Datenschutz nicht im vollkommenen Widerspruch zur Offenheit des Internet steht, wurde bereist im Hautpvortrag des Vortages (durch Prof. Dr. Klaus Brunnstein) aufgeworfen....

"Unter der Leitung von Wolfgang Back (ComputerClub 2) sprachen Prof. Otto Spaniol (RWTH Aachen), der Bonner Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber (SPD) sowie Blogger Thorsten zur Jacobsmühlen (blogaboutjob) zumeist kurzweilig, wenn auch ein wenig sprunghaft über das rechtliche und politische Umfeld des Sujets. Für den Betreiber der Plattform selbst ist wohl zumindest in Deutschland wenig zu befürchten. Denn nach Einschätzung von Kelber bietet das hiesige Presserecht ausreichend Schutz. Um aber die Informanten selbst besser im Arbeits- und Zivilrecht zu schützen, wünscht sich der Politiker, der zu der raren Spezies der Informatiker im Bundestag zählt, ein eigenes Whistleblower-Gesetz. Eine "unheimliche Veränderungsphase" für Firmen durch soziale Netzwerke & Co. beobachtet zur Jacobsmühlen. Derzeit sei man einfach noch in der Findungsphase darüber, was man dürfe und was nicht. Und selbst wenn die ersten gesetzlichen Regelungen festgezurrt seien, müsse erst abgewartet werden, auf welche Art und Weise die Gerichte ein Gesetz auslegen. Whistleblowing müsse allerdings nicht zwangsläufig etwas Positives sein, wie der Blogger mit dem Verweis auf Industriespionage bemerkte.

Prof. Spaniol, nie um ein offenes Wort verlegen, bezeichnete aus technischer Sicht Wikileaks als "läppisch". Der langjährige Inhaber des Lehrstuhls schätzt den grundlegenden Einfluss des Internets weitaus höher ein. Die sich rasant ausbreitenden Proteste und Revolutionen in der arabischen Region seien hierfür ein deutlicher Beleg. Der nunmehr pensionierte Professor, der unter seinem Alter Ego Alois Potton so manches Geschehen im wissenschaftlichen Umfeld schmäht(e), hofft auf langfristig positive Konsequenzen für eine Welt, die immer "informationsdichter" wird, denn "es kann nichts mehr geheim bleiben"."

Den Audiostream finden Sie im linken Frame zum Anhören.

(Zitat: Achim Born/Jürgen Seeger, IX-online, 29.03.2011)

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Das Podium

Otto Spaniol, Wolfgang Back, Ulrich Kelber, Thorsten zur Jacobsmühlen

Informatiktage 2011 - Klein, aber fein!

Zum 11. Mal führt die GI ihre Nachwuchsveranstaltung, die Informatiktage, am 25./26. März 2011 durch. Das Konzept der Veranstaltung hat immer wieder Veränderungen erfahren, aber seit die Veranstalltung im B-IT Center in Bonn stattfindet, sind die bewähten Programmteile unverändert: Den Teilnehmenden werden Vorträge, die Postersession sowie Programmteile geboten, die auf die Employability gerichtet sind. Zentraler Programmteil sind aber die Workshops, die von Unternehmen aus der IT-Wirtschaft für die Studierenden entwickelt und durchgeführt werden.

Nicht verändert hat sich das Auswahlverfahren:  Die ca. 100 Studierenden werden über das Hochschulnetzwerk der GI bundesweit für den Besuch dieser Veranstaltung ausgesucht und mit dem Besuch in Bonn belohnt. Beachten Sie die Aufrufe an Ihrer Hochschule mit Beginn des WS 2010/2011.

Teilnahmebedingungen

  • Teilnahmeberechtigt sind studierende GI-Mitglieder im Hauptstudium (Diplom- oder Masterstudiengang) sowie Absolventinnen und Absolventen. Die Abschlussarbeit (auch Bachelor) darf bei Einreichung nicht länger als ein halbes Jahr zurückliegen.
  • Studierende bewerben sich mit dem Abstract einer Studienarbeit, eines Studienprojektes oder der Abschlussarbeit für die Teilnahme. Die Einreichung setzt die Zustimmung eine/r/s Hochschullehrer/in/s voraus, im Idealfall eine/r/s Vertrauensdozent/in/en. Das Abstract hat einen Umfang von max. vier Seiten (3 Seiten + 1 Seite Literaturangaben). Die Abstracts müssen einem der GI-Fachbereiche zugeordnet sein. Das Abstract wird im Tagungsband veröffentlicht. Benutzen Sie deshalb frühzeitig die Formatvorlagen.
  • Jede Teilnehmerin und Teilnehmer erstellt ein Poster mit den Hauptaussagen ihrer/seiner Arbeit. Die Poster werden präsentiert und diskutiert.
  • Für Studierende werden ausgesuchte Vorträge, Networking und Erfahrungsaustausch in exklusiver Atmosphäre geboten. Studierende können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten aktiv im Dialog mit ausgesuchten Firmen zeigen und Techniken erlernen, die im Studium eher selten trainiert werden. Die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops ist verpflichtend.

Kontakt und Einreichung der Beiträge

Beiträge werden entweder von den Vertrauensdozentinnen und –dozenten oder von den Studierenden selbst, aber in Absprache mit der Vertrauensdozentin oder –dozenten eingereicht. Falls an der Hochschule kein/e Vertrauensdozentin oder –dozent vorhanden ist, wenden sich Studierende bitte direkt an den Ansprechpartner. Einreichungen ebenfalls an diese Adresse:

Ludger Porada, E-Mail

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Aufruf zur Teilnahme

Für Hochschullehrerinnen und -Lehrer: Jede Hochschule, die sich an den Informatiktagen beteiligt, profitiert mehrfach von unserer Nachwuchsveranstaltung.
 

Wie, erfahren Sie hier: Aufruf-Hochschulen (pdf, 79 KB)
 

Für Studierende: Der Call for Papers (pdf)

 

 

Plakate im DIN A 1 zur Bekanntmachung der Informatiktage in den Hochschulen. Bestellungen per E-Mail.

 

 

 

 

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Tagungsband

Angenommene Beiträge erscheinen in einem Tagungsband.  Die Publikation wird in der GI-eigenen LNI-Reihe unter "seminars" veröffentlicht.
 

Für die Veröffentlichung im Tagungsband verwenden Sie bitte eine der folgenden Formatvorlagen:

für die pdf-Erstellung

für LaTex

für Word


Bitte bei  Der Verwendung von Bildern und Grafiken berücksichtigen, dass  nur in s/w  gedruckt wird. Der Einfachheit wegen sollten Sie die Vorlagen bereits für die Einreichungen verwenden (ist aber nicht verpflichtend).

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Zeitplan und Ort

Oktober 2010
Aufruf zur Teilnahme und Call for Papers
 

15. Januar 2011
Deadline für die Einreichung der Beiträge
 

25. Februar 2011
Benachrichtigung über Annahme oder Ablehnung der Beiträge und Zuordnung zu den Workshops
 

09. März 2011
Abgabe des druckfertigen Beitrags für den Tagungsband
 

25. und 26. März 2011
Informatiktage in Bonn
 

Die Veranstaltung wird im Bonn-Aachen International Center for Information Technology stattfinden.

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Anreise und Übernachtung

Die Anreise nach Bonn sowie eine bzw. zwei Übernachtungen sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.

Zur Abrechnung der Reisekosten bitte dieses Formular verwenden, Fahrkarten im Original mitsenden.

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Veranstaltungspartner

Medienpartner

Workshop-Partner

Der Veranstaltungsort

B-IT Center

http://informatiktage.gi.de/informatiktage/rueckblicke/informatiktage-2011.html